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Reinle Gummi und Kunststoff GmbH

Ideen in guten Händen

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Von Mischelbach direkt zum Mars

 

Weißenburg – Bei den regelmäßigen Unternehmensbesuchen des Landrats zusammen mit der Wirtschaftsförderung kommt es durchaus häufiger vor, dass die verschiedenen Tätigkeiten der Betriebe für anhaltendes Staunen sorgen. Dieses Gefühl hatten die Beteiligten auch bei der kürzlich durchgeführten Besichtigung der Reinle Gummi &Kunststoff GmbH in Mischelbach.

 

 (von links) Edwin Koller (Geschäftsführer), Landrat Gerhard Wägemann, Hans Peter Reinle (Geschäftsführer)

 

 

Ein kleines Dorf an der Landkreisgrenze, eigentlich vermutet hier niemand ein großes Unternehmen, das seine Produkte in die ganze Welt verkauft. Doch namhafte Kunden wie Siemens, Philipps oder Porsche greifen auf die Dienstleistungen der Firma Reinle zurück und sogar den Baden-Württembergischen Landtag zieren Wandelemente aus Mischelbach. „Wir haben hunderte Elemente für den Schallschutz geliefert, ein Spezialauftrag, wie wir ihn öfter ausführen.“, erklärte Geschäftsführer Edwin Koller sichtlich stolz. Passend zu diesem Umstand wurde auch das Motto des Unternehmens gewählt, welches mit „Ihre Ideen in guten Händen.“ die Arbeitsweise im täglichen Betrieb gut erklärt.

Die Reinle Gummi & Kunststoff GmbH fungiert als Bindeglied innerhalb der Wertschöpfungskette eines Produkts. „Der Produzent stellt den Rohstoff her und der Monteur benötigt das fertige Bauteil – wir stehen als verarbeitendes Unternehmen dazwischen.“, erläuterte Firmengründer und Geschäftsführer Hans Peter Reinle. Zu den Kompetenzen gehören demnach das Schneiden, Stanzen, Kleben oder Vulkanisieren, um nur einige der unzähligen Arbeitstechniken zu nennen, von vornehmlich kunststoffartigen Werkstoffen. Bei der Weiterverarbeitung gilt häufig der Grundsatz „Was nicht passt, wird passend gemacht“, denn oft kommen potentielle Kunden mit Ideen im Kopf oder Zeichnungen auf Papier und die Fachkräfte bei Reinle versuchen diese Umzusetzen. Mittels des gut ausgestatteten Maschinenparks können so spezielle Sonderaufträge oder Kleinserien zeitnah umgesetzt werden.

Aus diesem Grund finden sich teils kuriose Produkte im Portfolio des Unternehmens. Neben klassischen Bauteilen aus Kunststoff für die Automobilindustrie, hier gehören etwa BMW, Jaguar und sogar Rolls Royce zum Kundenstamm, setzt die Firma auch außergewöhnliche Projekte für die Medizintechnik, Lebensmittelindustrie oder die High-Tech Branche um. Reinle liefert unter anderem Elemente für Brennstoffzellen in U-Booten oder Wasserfilter für Katastrophengebiete in alle Welt. Für eine zukünftige Mars-Mission werden außerdem spezielle Anzuchtwürfel aus PET-Flies gefertigt, die bei der Erforschung des Pflanzenverhaltens im All helfen sollen. Durch das spezielle Know-How bei der Weiterverarbeitung von Werkstoffen sowie durch die Kompetenz bei der Lösung komplexer Arbeitsschritte ist der Kundenstamm auf nunmehr 300 Abnehmer auf vier Kontinenten angewachsen.

Angefangen hat Hans Peter Reinle im Jahr 1982 eigentlich als reiner Handelsunternehmer für Dichtstoffe aller Art, nachdem er noch als Angestellter den PU-Schaum in Deutschland mit bekannt gemacht hatte. 1991 folgte die Einstellung von Edwin Koller als ersten Mitarbeiter der Firma und 1992 die Umwandlung in ein Produktionsunternehmen für Kunststoffprofile. Nach und nach wuchs das Unternehmen, unter anderem auch durch Zukäufe anderer Betriebe, zu einem Spezialisten für Gummi- und Kunststoffverarbeitung an. Heute können 70 Mitarbeiter aus 1600 unterschiedlichen Rohmaterialen ca. 6500 verschiedene Produkte fertigen, wobei sich der Unternehmenskomplex auf mittlerweile drei große Betriebshallen verteilt.

Landrat Wägemann zeigte sich während des Gesprächs und der Besichtigung des Betriebs beeindruckt. „Namhafte Kunden aus aller Welt vertrauen auf die Kompetenzen und Produkte aus Altmühlfranken, die Firma Reinle ist ein weiterer schlagkräftiger Beweis dafür!“, lautete sein Credo. Für die Zukunft sehen sich die beiden Geschäftsführer gewappnet. Mit dem Bau einer neuen Fertigungshalle sowie der Zentralisierung der Heizanlage wurden kürzlich wichtige Weichen gestellt, sodass sich das Unternehmen bereit sieht, weiterhin Lösungen für ausgefallene Aufgaben zu finden.

Quelle und Bild: Zukunftsinitiative altmühlfranken – Wirtschaftsförderung

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